Portrait Filme – Schloss Wartegg

Diesen Sommer waren wir für zwei Tage am Bodensee im Bioschlosshotel Wartegg zu Besuch. Der Auftrag war es, zwei verschiedene Portraits über die zuständigen Mitarbeiter des Garten und des Kulturbereichs zu realisieren. Als Protagonisten standen der Gärtner Matthias Thalmann, die Kulturverantwortliche Maria Schnellmann und der Eigentümer Christoph Mijnssen vor der Kamera. 

Die Wettervorhersage war perfekt. Denn wir wollten sonniges Wetter, um den grossen Schlossgarten in seinen vielfältigen Farben zu zeigen. Zuerst begannen wir mit der Aufnahme der Voice Over, um danach die Shotliste gegebenenfalls anzupassen, da die Aussagen der Protagonisten authentisch sein sollten und nicht vorbereitet. Ebenfalls erleichtert dies oft den Anfang und man lernt sein Gegenüber auf einer sehr persönlichen Seite kennen. Dies hilft uns, unsere Aufnahmen noch persönlicher zu gestalten und die Zusammenarbeit mit den Darstellern möglichst natürlich, aber auch effizient zu gestalten.

Nach den Stimmaufnahmen begleiteten wir den Eigentümer Christoph Mijnssen und die Kulturverantwortliche Maria Schnellmann im Schloss. Am Abend konnten wir zusammen mit dem Gärtner Matthias Thalmann stimmungsvolle Aufnahmen bei weichem Abendlicht realisieren. Die vielen Pflanzen ermöglichten uns, mit Unschärfen und diversen verschiedenen Kompositionen zu arbeiten. 

Das Setup war sehr einfach gestaltet, um den Workflow auf dem Dreh effizient und einfach zu halten. Mit dabei war unsere Canon C200 mit Linsen zwischen 18 bis 200mm. Die beiden Filme sollten sehr ruhig und gesetzt daherkommen. So waren ruhige und langsame Bewegungen gefragt. Dies realisierten wir häufig mit Hilfe eines Stativs oder aus der Hand. Wenige Aufnahmen wurden mit einem Gimbal gedreht. Mit Luftaufnahmen konnten wir das Schloss inmitten des Schlossparks am besten zeigen. Die Drohne ermöglichte uns dem Zuschauer ein Gesamtbild des Parks zu zeigen und die Verbundenheit zwischen Kultur, Garten und Schloss besser darzustellen. 

Im Schnitt und Color Grading war es wichtig, das Projekt aus einer gewissen Distanz zu finalisieren. So liessen wir uns zwei Wochen Zeit, bevor wir mit dem Schnitt begannen. Dies ermöglichte uns, mit mehr Fingerspitzengefühl die Szenen zusammen zu bringen und die Stimmung vom Schloss Wartegg erfolgreich in die beiden Portraits miteinzubeziehen. Das Color Grading war essentiell, damit die Stimmung auf den Zuschauer authentisch wirkt. Wir entschieden uns für ein warmes, farbreiches Grading welches das Schloss Wartegg am besten widerspiegelt. Auch die Musik war ein wichtiger Punkt, da das Schloss Wartegg für hochstehende Konzerte bekannt ist. In Zusammenarbeit mit der Hotelführung konnten wir uns auf zwei gut passende Stücke einigen. Zum Schluss übernahmen Jingle Jungle Studios aus Zürich das Sounddesign und die Abmischung fürs Web und machten somit die beiden Filme komplett. 

Die drei Bilder zeigen den Color Workflow vom Projekt. Das erste Bild zeigt die Rohdatei direkt aus der Kamera. Das zweite die Konvertierung in ein REC 709 Profil - das herkömmliche Farbprofil. Bild drei stellt den fertigen Farblook nach dem Color Grading dar.

Das fast schon dokumentarische Projekt war für uns extrem spannend zu realisieren. Die Location am Bodensee hat uns stimmungsvolle Aufnahmen ermöglicht und wir konnten das Schloss Wartegg und seine äusserst sympathischen Mitarbeiter von der besten Seite zeigen. Ein grosses Dankeschön geht an Christoph Mijnssen, Richard Butz, Piera Weishaupt, Maria Schnellmann, Mathias Thalmann sowie das gesamte Team des Schloss Wartegg, welches uns während dem ganzen Dreh immer wieder Köstlichkeiten auf höchstem Niveau aus dem Bio-Restaurant geniessen liess. 

Weitere Informationen zum Bio-Schloss Wartegg findet man auf der Website www.wartegg.ch

Zu den beiden Portraits